8.Mai Tag des Gedenken aber auch des Nachdenkens.

Veröffentlicht am 08.05.2020 in Allgemein
 

Den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit kenne ich nur aus Dokumentationen, dem Schulunterricht und aus vielen Erzählungen von alten Menschen, die ich in der Altenpflege kennengelernt habe. Von vermeintlichen Helden war in den Erzählungen der Zeitzeugen nie die Rede. Und so denke ich am 75. Jahrestag des Kriegsendes vornehmlich natürlich an die vielen Opfer und an die stillen Alltagshelden. Damit meine ich vor allem an die vielen starken Frauen. Während die Männer im Krieg waren, mussten sie für das finanzielle Auskommen der Familie sorgen und diese auch zusammenhalten. Ihre eigenen Interessen lernten sie dabei stets zurück zustecken. Ich denke an Frauen wie meine Oma die steht’s als Erstes an das Wohl anderer dachte als an ihr eigenes. Nach dem Krieg musste sie wie viele andere Frauen nicht nur ihre Kinder und den Haushalt versorgen sondern auch arbeiten gehen und sich um ihren, sicher nicht nur körperlich sondern auch seelisch kriegsversehrten Ehemann kümmern. Mag man über die DDR und ihre Geschichte denken was man will, eins steht fest die Frau wurde immer als dem Mann gleich gestellt betrachtet. Während in der BRD ein Rückschrittliches Frauenbild vorherrschte, etwas musste die Frau bis 1977 ihren Ehemann um Erlaubnis bitten wenn sie eine Arbeitsstelle annehmen wollte, wurde in der DDR bereits 1950 wurde das Gesetz über die Rechte der Frau verabschiedet.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war eine Selbstverständlichkeit.
Zumindest in den unteren Hierarchieebenen brauchte es auch keine Frauenquote, denn es war klar das beide Geschlechter gleiche Chancen haben. Natürlich ist zusagen das die Frau weiterhin die Hauptlast der Kindererziehung und des Haushaltes trug. Auch die Löhne unterschieden sich. Dennoch war die DDR in Punkto Gleichstellung der BRD voraus.
Kinderkrippen und das Recht auf einen Kindergartenplatz waren in der DDR selbstverständlich. Heute bezeichnen Vertreter großer populistischer Parteien den Zweiten Weltkrieg als „Vogelschiss“. Sie wollen die Zeit zurückdrehen und nicht nur die Rechte der Frauen beschneiden: „Wehret den Anfängen!“


Konrad Skatula

SPD Ortsverein Kamenz & Umgebung

 

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